 Crossgolf – Die Revolte?
Das wahrscheinlich einzige, was Crossgolfen mit dem allgemein bekanntem "Golfen" zu tun hat, ist das Ziel, mit einem klassischen Golfschläger, klassische Golfbälle in ein Loch zu befördern.
Diese neue Trendsportart entwickelte sich von der Basis her, aus dem Ur-Gedanken des Golf Spielens, bei dem der Spieler oder die Spielerin, der Etikette entsprechend gekleidet, über ein penibel gepflegtes Grün stolziert um über Dinge zu sprechen, die in Wahrheit keinen interessieren. Grossgolfer pfeifen auf Kleiderordnung, Platzreife oder peinlich genaue Ausführung, was für sie entscheidend ist, ist der Spaß am Spiel. Es wirkt ein wenig wie eine Revolution gegen das "Spiesigtum", wenn man eben genau dort den Schläger schwingt, wo man es am wenigsten vermuten würde. Gespielt wird auf Geröllhalden, stillgelegten Industrieanlagen oder matschigem Acker. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, einfach Schläger und Bälle einpacken und schauen wo einen die Herausforderung nach immer neueren Kulissen hin verschlägt.
Die Fangemeinde dieser Sportart wird immer größer. Zahlreiche "echte" Golfer freuen sich sogar ein wenig über die Befreiung des Klischees. Der Reiz ist nachvollziehbar, ohne vorgeschriebene Wege, die Launen der Natur und die Gegebenheiten der Landschaft zu bewältigen. Hat man einen Platz gefunden, heißt es, den Abschlagpunkt markieren, als Zielloch einen Eimer (für Anfänger) oder Konservendose verwenden und das Green, die Fläche rund ums Loch, zum Beispiel mit einem Fahrradschlauch zu kennzeichnen.
Es sei kurz angemerkt, für die bereits ca. 70.000 Grossgolfer gibt es offizielle Wettkämpfe und Turniere. Wirklich ratsam ist es nur auf die Nähe von Tieren oder Menschen zu verzichten, denn die Verletzungsgefahr ist enorm hoch, eine Haftpflichtversicherung ist zwingend ratsam.
|