 Parkour – Turnend durch die Großstadt
Dieser Trendsport aus Frankreich ist inzwischen auch nach Deutschland übergeschwappt. Bei diesem eindrucksvollen Sport, erobern sogenannte Traceure das überwiegend junge Publikum. Sie fesseln den Zuschauer, indem Sie akrobatisch und irgendwie doch geschmeidig durch die Stadt "turnen". Mit Parkour bezeichnet man den faszinierenden Hindernislauf durch Stadt und Land ohne sich, außer geeigneten Sportschuhen, sonstiger Hilfsmitteln zu bedienen. Wenn man diese Sportler beobachtet, wie zum Beispiel in einem Pop Video von Madonna, wird man erstaunt sein wie elegant und nahezu künstlerisch dies den Betrachter in den Bann zieht.
Bei genauerem Hinsehen, wird deutlich das es sich beim Laufen, Springen und Klettern über Treppen, Geländer, sowie jedes erdenkbare Hindernis nicht um eine coole Show handelt, dessen höchste Priorität das gesehen und bewundert werden ist. Parkour wurde von französischen Soldaten entwickelt um in Vietnam vor den feindlichen Gegnern flüchten zu können. Es dient Körpergefühl zu entdecken, Selbstvertrauen zu stärken, die Umgebung neu kennenzulernen und mit anderen Augen wahrzunehmen sowie die Kreativität zu steigern. Auf den ersten Blick wirken die Akteure ein wenig „verrückt“, aber die meisten wissen sehr wohl was sie tun.
Kein echter Traceure riskiert unnötig seine Gesundheit, er entwickelt sich stetig weiter ohne sich wirklichen Gefahren auszusetzen. Es bleibt zu hoffen, dass manch ein Jugendlicher sich durch diesen Sport physisch und psychisch festigt und das Bewusstsein gestärkt wird.
Ob sich dieser Sport jedoch durchsetzen wird, bleibt mehr als fraglich. Ist es überhaupt ein Sport oder doch eher eine Einstellung?
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